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Was ist DNS, und warum legt ein falscher Eintrag alles lahm?

3 Minuten LesezeitStand: Oktober 2026

Kurz gesagt

DNS übersetzt Namen wie ihre-firma.de in die Adressen der Server, auf denen Website und Postfächer liegen. Für jede Aufgabe gibt es einen eigenen Eintrag: A für die Website, MX für E-Mail, TXT für Nachweise wie SPF. Ein falscher oder gelöschter Eintrag kann deshalb die Website, die Mail oder beides auf einmal abschalten.

Das Adressbuch des Internets

Computer finden sich über Zahlen, sogenannte IP-Adressen. Menschen merken sich lieber Namen. Das Domain Name System, kurz DNS, verbindet beides: Wenn jemand ihre-firma.de aufruft, fragt der Rechner zuerst im DNS nach, welche Adresse dahintersteht, und verbindet sich dann mit diesem Server. Das geschieht bei jedem Aufruf und jeder E-Mail, in Sekundenbruchteilen.

Die wichtigsten Einträge

  • A und AAAA: die Adresse des Servers, auf dem die Website liegt. A für IPv4, AAAA für das neuere IPv6.
  • CNAME: ein Verweis auf einen anderen Namen, typisch für www.ihre-firma.de, das auf ihre-firma.de zeigt.
  • MX: die Server, die E-Mails für Ihre Domain annehmen. Ohne MX-Eintrag kommt keine Mail an.
  • TXT: freie Textangaben. Darüber laufen SPF, DKIM und DMARC sowie Bestätigungen für Dienste wie die Google Search Console.
  • NS: welche Nameserver für Ihre Domain zuständig sind, also wo all diese Einträge überhaupt gepflegt werden.

Drei Rollen, oft drei Anbieter

Viele Probleme entstehen, weil drei Dinge verwechselt werden, die bei verschiedenen Firmen liegen können:

  • Registrar: bei ihm ist die Domain registriert, an ihn geht die jährliche Gebühr.
  • DNS-Verwaltung: dort werden die Einträge gepflegt, häufig beim Registrar, manchmal bei einem anderen Dienst.
  • Hosting und Mail: die Server, auf die die Einträge zeigen.

Wer die Website zu einem neuen Hoster umzieht, ändert meist nur den A-Eintrag. Wer dagegen die Nameserver umstellt, verlegt die gesamte DNS-Verwaltung, und alle Einträge, die beim neuen Anbieter fehlen, verschwinden. Genau so gehen nach Umzügen oft die E-Mails verloren.

TTL: Warum Änderungen nicht sofort überall gelten

Jeder Eintrag hat eine Gültigkeitsdauer, die TTL (Time to Live), angegeben in Sekunden. So lange dürfen Provider und Rechner sich die Antwort merken. Bei einer TTL von 86400 kann es also bis zu einen Tag dauern, bis eine Änderung überall angekommen ist. Das ist die vielzitierte „Propagierung“.

Typische Fehler

  • Nameserver umgestellt, ohne vorher alle Einträge zu übertragen.
  • Zwei SPF-Einträge statt einem, weil ein neuer Dienst einfach dazugeschrieben wurde.
  • Ein CNAME direkt auf der Hauptdomain, der andere Einträge dort verdrängt.
  • Domain nicht verlängert: Dann antwortet das DNS gar nicht mehr, und Website und Mail sind gleichzeitig weg.

Welche Mail-Einträge bei Ihnen gesetzt sind, zeigt unser Mail-Check. Ob die Domain auf einen erreichbaren Server zeigt, prüft der Website-Check.

Häufige Fragen

Ich habe einen DNS-Eintrag geändert, aber bei mir zeigt noch die alte Seite. Warum?
Ihr Rechner oder Ihr Internetanbieter hat die alte Antwort noch gespeichert, bis die TTL abgelaufen ist. Über ein Handy im Mobilfunknetz sehen Sie oft schon den neuen Stand.
Kann ich die Nameserver einfach wechseln?
Ja, aber übertragen Sie vorher alle Einträge zum neuen Anbieter, besonders MX und TXT. Sonst funktioniert nach dem Wechsel die E-Mail nicht mehr.
Wo sehe ich, welche Einträge meine Domain hat?
In der Verwaltungsoberfläche des Anbieters, bei dem Ihr DNS liegt. Die Mail-Einträge zeigt auch unser Mail-Check unter /tools/mail-check/.
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