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Updates immer wieder verschoben? Warum das gefährlich wird

3 Minuten LesezeitStand: Oktober 2026

Kurz gesagt

Updates schließen Sicherheitslücken, die oft schon kurz nach ihrer Veröffentlichung von Angreifern ausgenutzt werden. Wer Updates monatelang verschiebt, lässt diese Türen offen. Die Lösung ist ein fester Ablauf: Sicherheitsupdates zeitnah und möglichst automatisch, größere Versionssprünge geplant und vorher getestet, und Programme ohne Herstellerunterstützung rechtzeitig ersetzen.

Warum Updates aufgeschoben werden

Die Gründe sind nachvollziehbar: Ein Neustart passt gerade nicht, ein früheres Update hat einmal etwas kaputt gemacht, niemand ist zuständig, oder ein wichtiges Programm läuft angeblich nur mit der alten Version. Jeder einzelne Aufschub wirkt harmlos. Zusammen ergeben sie Rechner und Server, die Monate oder Jahre hinterherhängen.

Was dabei passiert

Wenn ein Hersteller eine Sicherheitslücke schließt, beschreibt er sie meist auch. Angreifer werten diese Beschreibungen aus und suchen gezielt nach Systemen, die das Update noch nicht haben. Bei bekannten Programmen geschieht das automatisiert und im großen Stil. Ein nicht aktualisiertes System ist deshalb kein abstraktes Risiko, sondern ein sehr konkretes Ziel.

Besonders kritisch sind Systeme, die aus dem Internet erreichbar sind: Websites und ihre Plugins, Mailserver, Firewalls, VPN-Zugänge und Fernwartungssoftware.

Wenn es gar keine Updates mehr gibt

Jede Software erreicht irgendwann das Ende ihrer Unterstützung. Danach gibt es keine Sicherheitsupdates mehr, egal wie gründlich man aktualisiert. Ein bekanntes Beispiel ist Windows 10, dessen regulärer Support am 14. Oktober 2025 endete. Für solche Fälle braucht es einen Plan: das System ersetzen, eine kostenpflichtige Verlängerung nutzen, wenn der Hersteller sie anbietet, oder es zumindest vom Internet abschotten.

Ein Ablauf, der funktioniert

  • Sicherheitsupdates automatisch. Für Betriebssysteme, Browser und Standardprogramme sollten Sicherheitsupdates automatisch und zeitnah eingespielt werden.
  • Fester Termin für den Rest. Ein wöchentliches oder monatliches Wartungsfenster, in dem Updates installiert und Neustarts gemacht werden.
  • Erst testen, dann verteilen. Größere Versionssprünge zuerst auf einem Gerät oder einer Testumgebung ausprobieren.
  • Vorher sichern. Vor Updates an Servern und Websites eine Sicherung erstellen, damit man zurückkann.
  • Überblick behalten. Eine Liste aller Programme mit Version und Ende der Unterstützung.
  • Zuständigkeit klären. Eine Person oder ein Dienstleister ist verantwortlich, nicht „alle ein bisschen“.

Und wenn ein Update etwas kaputt macht?

Das passiert, aber deutlich seltener, als die Angst davor vermuten lässt. Mit einer Sicherung vorher und einem Test bei größeren Updates ist der Schaden meist schnell behoben. Das Risiko, gar nicht zu aktualisieren, ist dagegen dauerhaft und wächst mit jedem Monat.

Häufige Fragen

Wie schnell sollten Sicherheitsupdates installiert werden?
Für Systeme, die aus dem Internet erreichbar sind, möglichst innerhalb weniger Tage, bei kritischen Lücken sofort. Für Arbeitsplatzrechner reicht meist ein fester wöchentlicher Rhythmus.
Was mache ich mit einem Programm, das nur auf altem Windows läuft?
Prüfen Sie, ob es eine neuere Version oder einen Ersatz gibt. Wenn nicht, sollte der Rechner vom Internet getrennt und so weit wie möglich abgeschottet werden, bis eine Lösung gefunden ist.
Sind automatische Updates für Websites sinnvoll?
Für kleine Sicherheitsupdates des CMS meist ja. Größere Updates und Plugin-Updates sollten mit Sicherung vorher und Kontrolle danach eingespielt werden, weil sie häufiger etwas verändern.
Woher weiß ich, wann die Unterstützung für eine Software endet?
Hersteller veröffentlichen Lebenszyklus-Angaben auf ihren Websites. Es lohnt sich, diese Daten für alle wichtigen Programme in einer Liste zu führen und einmal im Jahr zu prüfen.
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