Kurz gesagt
Prüfen Sie zuerst, ob die Seite nur bei Ihnen oder für alle ausfällt, etwa mit dem Handy im Mobilfunknetz. Dann hilft die Fehlermeldung weiter: Ein DNS-Fehler deutet auf die Domain hin, die Codes 500 bis 504 auf den Server oder die Anwendung, eine Zertifikatswarnung auf das SSL-Zertifikat. Eine häufig übersehene Ursache ist eine abgelaufene Domain oder ein abgelaufener Hosting-Vertrag.
Schritt 1: Nur bei Ihnen oder bei allen?
Öffnen Sie die Seite auf einem anderen Gerät, am besten auf dem Handy mit ausgeschaltetem WLAN. Funktioniert sie dort, liegt das Problem bei Ihrem Rechner oder Netzwerk: Browser-Cache, eine Firewall, ein Firmennetz mit Filter oder ein lokaler DNS-Fehler. Ein Neustart des Routers oder das Leeren des Browser-Caches hilft dann oft schon. Auch Online-Dienste, die eine Seite von verschiedenen Orten aus aufrufen, schaffen schnell Klarheit.
Schritt 2: Die Fehlermeldung lesen
Die Meldung im Browser verrät viel über die Ursache:
- „Server nicht gefunden“ oder DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN: Der Name der Domain lässt sich nicht auflösen. Die Domain ist abgelaufen, die DNS-Einträge wurden geändert oder gelöscht, oder es gibt einen Tippfehler.
- Zeitüberschreitung: Der Server antwortet nicht. Er ist ausgefallen, überlastet oder eine Firewall blockiert.
- 500 Internal Server Error: Die Anwendung auf dem Server ist abgestürzt, oft durch ein fehlerhaftes Update, eine defekte Konfiguration oder zu wenig Speicher.
- 502 Bad Gateway und 504 Gateway Timeout: Ein vorgeschalteter Server bekommt keine oder keine rechtzeitige Antwort vom eigentlichen Anwendungsserver.
- 503 Service Unavailable: Der Server ist überlastet oder im Wartungsmodus.
- Zertifikatswarnung: Die Seite läuft, aber das Zertifikat ist abgelaufen oder passt nicht.
- „Fehler beim Herstellen einer Datenbankverbindung“: Die Website läuft, aber die Datenbank ist nicht erreichbar oder die Zugangsdaten stimmen nicht mehr.
Schritt 3: Die naheliegenden Ursachen prüfen
- Domain abgelaufen? Prüfen Sie beim Domainanbieter die Laufzeit und ob die letzte Rechnung bezahlt wurde. Das passiert häufiger, als man denkt, vor allem wenn die Rechnungen an eine alte Adresse gehen.
- Hosting gekündigt oder gesperrt? Manche Anbieter sperren bei offenen Rechnungen oder bei Verdacht auf Missbrauch. Schauen Sie ins Kundenkonto und ins Postfach.
- Störung beim Anbieter? Die meisten Hoster haben eine Statusseite, auf der sie Ausfälle melden.
- Kürzlich etwas geändert? Updates, Plugin-Installationen, DNS-Änderungen oder ein Umzug sind die häufigsten Auslöser. Was wurde zuletzt gemacht, und von wem?
Schritt 4: Die Protokolle ansehen
Bei Serverfehlern stehen die Details im Fehlerprotokoll des Webservers oder der Anwendung. Bei vielen Hostern ist es in der Verwaltungsoberfläche einsehbar. Die letzten Einträge vor dem Ausfall nennen meist die Datei und die Zeile, an der etwas schiefgeht.
Ausfälle früh bemerken
Am schlechtesten ist es, wenn ein Kunde Sie auf den Ausfall hinweist. Ein Monitoring-Dienst ruft Ihre Seite in kurzen Abständen auf und meldet sich per Mail oder SMS, sobald sie nicht antwortet. Sinnvoll ist zusätzlich eine Überwachung von Domain-Laufzeit und Zertifikat, denn diese Ausfälle lassen sich Wochen vorher ankündigen.
Häufige Fragen
- Was bedeutet „Diese Website ist nicht erreichbar“?
- Der Browser bekommt keine Verbindung zum Server. Das kann am eigenen Netz, an der Domain, am DNS oder am Server liegen. Die genaue Ursache steht meist in der kleinen Fehlerkennung unter der Meldung.
- Wie lange dauert es, bis eine DNS-Änderung überall gilt?
- Das hängt von der Gültigkeitsdauer der Einträge ab, oft einige Minuten bis zu einem Tag. In dieser Zeit sehen manche Besucher schon die neue, andere noch die alte Adresse.
- Meine Domain ist abgelaufen. Ist sie jetzt weg?
- Nicht sofort. Bei den meisten Endungen gibt es nach dem Ablauf eine Frist, in der der bisherige Inhaber die Domain wiederherstellen kann. Melden Sie sich so schnell wie möglich bei Ihrem Anbieter.
- Warum ist die Seite mal erreichbar und mal nicht?
- Typische Gründe sind ein überlasteter Server, ein Problem mit einem von mehreren DNS-Servern oder eine Firewall, die bestimmte Besucher zeitweise blockiert. Ein Monitoring über einige Tage zeigt, ob es ein Muster gibt.