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HTTP-Statuscodes verständlich erklärt: 200, 301, 404, 500, 503

3 Minuten LesezeitStand: Oktober 2026

Kurz gesagt

Jede Antwort eines Webservers beginnt mit einem dreistelligen Statuscode. Die erste Ziffer sagt fast alles: 2 heißt Erfolg, 3 Weiterleitung, 4 ein Fehler auf der Seite des Aufrufs, etwa eine fehlende Seite, und 5 ein Fehler am Server selbst. 200, 301, 404 und 503 sind die Codes, die Sie kennen sollten.

Die erste Ziffer verrät die Richtung

Wenn Ihr Browser eine Seite aufruft, antwortet der Server zuerst mit einem Statuscode und erst danach mit dem Inhalt. Besucher sehen den Code meistens nicht, Suchmaschinen und Überwachungsdienste dagegen werten ihn bei jedem Aufruf aus. Er ist deshalb der schnellste Weg, um herauszufinden, ob eine Website funktioniert.

  • 2xx: Erfolg. Die Seite wurde gefunden und ausgeliefert.
  • 3xx: Weiterleitung. Der Inhalt liegt woanders, der Browser folgt automatisch.
  • 4xx: Fehler beim Aufruf. Die Seite gibt es nicht, oder der Zugriff ist nicht erlaubt.
  • 5xx: Fehler am Server. Die Anfrage war in Ordnung, aber der Server konnte sie nicht beantworten.

Die Codes, die Sie kennen sollten

  • 200 OK: Alles in Ordnung. So soll jede normale Seite antworten.
  • 301 Moved Permanently: Dauerhaft umgezogen. Suchmaschinen übertragen die Bewertung der alten Adresse auf die neue. Richtig für Relaunches und den Wechsel auf https.
  • 302 Found: Vorübergehend woanders. Für Dauerhaftes ist 302 die falsche Wahl, weil Suchmaschinen die alte Adresse behalten.
  • 304 Not Modified: Die Seite hat sich nicht geändert, der Browser nutzt seine gespeicherte Kopie. Gut für die Ladezeit.
  • 401 und 403: Anmeldung nötig beziehungsweise Zugriff verweigert. Auf einer öffentlichen Startseite deutet 403 oft auf falsche Dateirechte oder eine zu strenge Sicherheitsregel hin.
  • 404 Not Found: Die Seite gibt es nicht. Einzelne 404 sind normal, viele 404 nach einem Relaunch sind ein Zeichen für fehlende Weiterleitungen.
  • 410 Gone: Bewusst und dauerhaft entfernt. Suchmaschinen nehmen solche Seiten schneller aus dem Index als bei 404.
  • 429 Too Many Requests: Zu viele Anfragen in kurzer Zeit. Kommt vor, wenn ein Schutzsystem einen Besucher für einen Bot hält.

Die 5xx-Familie: Wenn der Server streikt

  • 500 Internal Server Error: Ein allgemeiner Fehler in der Anwendung, oft nach einem Update, einer fehlerhaften Konfigurationsdatei oder einem Plugin, das nicht zur PHP-Version passt.
  • 502 Bad Gateway: Der Webserver ist erreichbar, aber der Dienst dahinter antwortet nicht, etwa PHP oder eine Anwendung in einem Container.
  • 503 Service Unavailable: Der Server ist überlastet, im Wartungsmodus oder ein Dienst ist ausgefallen. Für geplante Wartung ist 503 genau richtig.
  • 504 Gateway Timeout: Der Dienst hinter dem Webserver antwortet zu langsam. Häufig bei langsamen Datenbankabfragen.

Ein Sonderfall: der „weiche“ 404

Manche Websites zeigen bei fehlenden Seiten eine Fehlermeldung, antworten aber trotzdem mit 200. Für Besucher sieht das richtig aus, für Suchmaschinen nicht: Sie halten die Fehlerseite für echten Inhalt. Google meldet solche Fälle in der Search Console als „Soft 404“. Die Lösung ist, dass die Fehlerseite wirklich mit 404 antwortet.

So sehen Sie den Code selbst

  1. Öffnen Sie die Seite im Browser und drücken Sie F12 für die Entwicklerwerkzeuge.
  2. Wechseln Sie zum Reiter „Netzwerk“ und laden Sie die Seite neu.
  3. Die erste Zeile ist die Seite selbst, in der Spalte „Status“ steht der Code.

Einfacher geht es mit unserem Website-Check: Er zeigt Statuscode, Antwortzeit und jede Weiterleitung auf einen Blick. Antwortet Ihre Seite mit einem Code ab 500 und Sie kommen nicht weiter, hilft die Seite Website nicht erreichbar.

Häufige Fragen

Ist ein 301 schlecht für meine Platzierung bei Google?
Nein. Eine dauerhafte Weiterleitung überträgt die Bewertung der alten Adresse auf die neue. Problematisch sind nur Ketten aus mehreren Weiterleitungen hintereinander und Weiterleitungen auf unpassende Ziele.
Warum sehe ich die Seite, obwohl der Code 404 lautet?
Viele Websites zeigen bei fehlenden Seiten eine eigene, gestaltete Fehlerseite. Der Code 404 ist trotzdem richtig, er sagt Suchmaschinen, dass hier kein Inhalt ist.
Was bedeutet ein 418?
„I’m a teapot“ stammt aus einem Aprilscherz von 1998 und wird von manchen Servern aus Spaß verwendet. Für Ihre Website hat er keine Bedeutung.
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